Liebe Weinfreunde,
„Es wird eine Zeit kommen, in der sie glauben alles sei vorbei, aber das wird der Anfang sein!“
Diesen Satz, den ich kürzlich in einer Weinzeitschrift gelesen habe, hat mich zu inspiriert diese Zeilen zwischen den Jahren an Sie zu schreiben.
Die Tage zwischen den Jahren bedeuten für uns immer eine besondere Ruhe und Stille.
Gerade in diesen Wintertagen strahlt unsere Moselregion früh morgens eine gewisse Faszination aus.
Die kalte Ostluft verwandelt die Landschaft jeden Morgen in ein Naturschauspiel, als ob Gott die Reben und Bäume mit Puderzucker überstreut hat, wie einen Christstollen.
Mittendrin, wenn die ersten Sonnenstrahlen über der Marienburg blitzen, die dampfende Mosel, die sich schön behäbig zum Rhein hinbewegt.
Aber es sind auch Tage, an denen man natürlich die Familie und Freunde trifft und gerne mit ihnen zusammen einige leckere Weine probiert und genießt.
Man hat Zeit zu reflektieren, was so im vergangenen Jahr in unserem Weingut los war und natürlich, wie sich der neue Weinjahrgang entwickelt.
So weit, so gut. Aber mit 63 müssen wir uns natürlich auch so langsam Gedanken über die Zukunft unseres Weingutes machen.
Auch wenn man meint, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her!
Diesen alten Spruch kennt wohl jeder von Ihnen.
Das wurde in gewisser Weise im letzten Jahr für uns Realität.
Ja nun sind Sie sicher neugierig, was sich hier im Weingut getan hat.
Etwa vor 2 Jahren haben wir das Ehepaar Dorothea und Rüdiger Litten aus dem Taunus kennengelernt. Die Beiden haben 2023 ein schönes altes Winzerhaus in Pünderich gekauft und liebevoll renoviert. Schnell haben Sie sich in die Landschaft und die Menschen der Mosel, und natürlich in den Wein der Region verliebt.
Wie es der Zufall wollte, haben wir von der Vorbesitzerin Frau Lenz einen Weinberg im Nonnengarten gepachtet, den Familie Litten mit erworben hat.
Bei einem guten Essen und einigen Flaschen Wein, haben wir das neue Pachtverhältnis besprochen.
So hat sich in kurzer Zeit eine sehr schöne Freundschaft entwickelt.
Da man als Freunde auch mal über Probleme spricht, die einen belasten, haben sie schnell mitbekommen, dass die Hofübergabe von unserem Weingut noch offen ist.
Und genau vor einem Jahr haben sie uns das Angebot gemacht als Partner einzusteigen.
Was so aus einer „Weinlaune“ entstanden ist, haben wir nach einigen Gesprächen im letzten Jahr in Form gebracht.
Wir werden ab dem 1.1.2026 gemeinsam mit Dorothea und Rüdiger Litten unser Bioweingut
weiterführen. Sie werden uns bei der vielfältigen Winzerarbeit unterstützen!
Mit diesem Schritt hoffen wir unser Weingut in eine neue und gute Zukunft zu führen und unsere treuen Kunden weiterhin mit leckerem Moselwein zu versorgen.
Wir wünschen Ihnen ein gutes neues Jahr
Jutta und Frank Brohl
Dorothea und Rüdiger Litten
